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Europawochen 2018 — made by Kosmopolen

Datum: Donnerstag, 10.05.2018 
Zeit: 20:00 Uhr
 

Gefördert vom Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen, zum 10. Gründungsjubiläum von Kosmopolen e. V., in Kooperation mit dem Bochumer Kulturrat e. V. — Schirmherr Axel Schäfer, MdB

 

Mi 9.5. 20 Uhr:

Konzert mit Kasia Bortnik & Band: „Schlesische Lieder“
Fotoausstellung
mit Einführung Emanuela Danielewicz

Kasia Bortnik, geb. in Breslau, absolvierte ein Gesangsstudium an der Folkwang-Hochschule in Essen und gastierte weltweit mit verschiedenen Jazz- und Popformationen von Santander über Minsk bis Seoul. Ihre Stücke stellen ein buntes Kompositum aus folkloristischen, poppigen und jazzigen Elementen dar und reflektieren damit den globalen Charakter der jungen polnischen Generation. Die warme Altstimme der Sängerin, der mehrfach ausgezeichnete diplomierte Bassist Benny Garcia und der in Kuba und den Niederlanden studierte Gitarrist Johan May sorgen für ein spannungsvolles Hörerlebnis auf höchstem Niveau.

Emanuela Danielewicz ist im Vorstand des gemeinnützigen Vereins Kosmopolen e.V., der sich im Mai 2008 in Bochum gegründet hat, mit dem Fokus, die polnische Sprache und Kultur in Deutschland und besonders im Ruhrgebiet gemeinsam zu pflegen und jenseits vom Nationalen den polnisch-deutschen Kulturaustausch zu beleben.

 

Do 10.5. 20 Uhr:

Autorentreffen mit ARTUR BECKER

„Europa ist keine Milchkuh, sondern ein geistiges Gebäude“

ARTUR BECKER beschreibt mit dem Buch  „Kosmopolen – Auf der Suche nach einem Europäischem Zuhause“ (2016) einen möglichen Zufluchtsort in globalisierten Zeiten. Becker macht sich dabei für eine europäische Identität stark: „Europa ist in erster Linie ein geistiges Gebäude und keine Milchkuh. Finanzielle Leistungen reichen nicht aus. Wir dürfen unsere freiheitliche, aufklärerische Aufgabe nicht aus den Augen verlieren“, fordert Becker.

Mit Sorge auf rechtskonservative Entwicklungen in Europa blickt er dabei auch auf Deutschland: „Dass man nicht merkt und benennt, wie die AfD die deutsche Geschichte instrumentalisiert, ist eine Katastrophe“, stellt er fest.

Artur Becker ist ein Intellektueller, und als solcher schweift er, im Gespräch mit sich und dem Publikum, genauso wie in seinen Texten polnischer Autoren und Lyriker wie Czeslaw Milosz, zum Denken der Vorsokratiker und anderer Philosophen, zum Wirken Lech Wałęsas, zum Lebensweg Herta Müllers, zu Spinoza und Galileo als Vordenker Europas und – immer wieder – über Europäischer Kulturen.


Artur Becker wurde 1968 in Polen geboren. Seit 1985 lebt er in Deutschland. Er erhielt viele  verschiedene Auszeichnungen, darunter 2009 den Adalbert von Chamisso-Preis.


2018 erscheint noch der neue Roman „Drang nach Osten“ sowie "Der unsterbliche Mr. Lindley" Ein Hotelroman. www.arturbecker.de  

EMANUELA DANIELEWICZ, Bildende Künstlerin,  Fotografin (analog und digital, Farbe und SW) und Porträtistin sowie Kommunikationsdesignerin (GesUni Essen, heute wieder Folkwang), stellt an beiden Tagen der Kosmopolen-Aktionen einige ihrer Portraits aus.


In der Einführung, jeweils von 19-19:30 Uhr, geht E. D. auf das Thema der Europäischen Fotografie ein, der Identitätssuche im Abbild, des Missbrauchs der Bilder und Bildsprachen sowie auch auf das Thema der Neuen Macht der Stellvertreterkultur in Zeiten der digitalen Medien. Des Weiteren steht sie für Fragen betreffend der Technik zur Verfügung.


2015 erhielt sie einen Bildende Kunst- und Kulturpreis in Wien: die Goldene Eule, und ist heute sowohl selbstständig wie auch in diversen Kunstprojekten tätig.


2017 wurde Emanuela Danielewicz für Ihr Engagement vom (ehemaligen) Bundespräsidenten Joachim Gauck in Berlin geehrt.

 

 

Der Eintritt an beiden Tagen ist frei.
Für leckeres polnisches Catering ist gesorgt.